- Arbeiten
- NOCTRA
Glas, Messing und Licht, das die Stimmung setzt.
NOCTRA ist eine Konzeptarbeit, kein Kundenauftrag. Sie zeigt, wie sich für ein Produkt aus Glas und Messing eine ruhige, hochwertige Markenstimmung entwickeln lässt, bevor es das Produkt physisch gibt.
Ein Produkt, das über Atmosphäre verkauft wird.
Ein Duftdiffusor lässt sich schlecht über Funktion zeigen. Was er kann, sieht man nicht. Was ihn verkauft, ist die Stimmung, die er im Raum erzeugt.
Die Szene wurde deshalb nicht als Studioaufbau angelegt, sondern als Umgebung mit Tageslicht, Pflanzen und Schattenspiel. Das Produkt steht darin, statt freigestellt davor.
Der Aufwand steckt im Glas.
Glas ist im Rendering unangenehm, weil es nur über das funktioniert, was hinter ihm liegt. Brechung, Dicke der Wandung, die Kante am Übergang zum Messing und die Art, wie Licht durch die Flüssigkeit läuft, entscheiden darüber, ob das Produkt wertig wirkt oder nach Plastik aussieht.
Das gebürstete Messing musste dagegen zurückhaltend bleiben. Zu viel Glanz kippt sofort ins Billige, zu wenig und es wirkt wie lackiertes Metall.
Schatten als zweites Motiv.
Das Blattwerk im Vordergrund ist kein Dekor, sondern das eigentliche Lichtwerkzeug. Es bricht das Licht in unregelmäßige Flecken und gibt der Szene die Unruhe, die ein reiner Studioaufbau nie hätte.
Aus derselben Szene entstand zusätzlich eine kurze Bewegtfassung, in der sich nur Licht und Dampf verändern.
Eine Bildwelt, bevor es das Produkt gibt.
Stimmung vor Funktion
Für Produkte, deren Nutzen sich nicht zeigen lässt, trägt die Atmosphäre die Kommunikation.
Umgebung statt Freisteller
Eine gebaute Szene lässt sich beliebig oft neu belichten, ein Foto nicht.
Still und Motion aus einer Szene
Dieselbe Szene liefert Einzelbilder und eine kurze Bewegtfassung.
Konzept als Nachweis
Eigenarbeiten wie diese zeigen die Bandbreite, ohne Kundenmaterial zu verwenden.