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Kosmetik-Produktbilder, bei denen das Material stimmt.

Beauty ist die Kategorie, in der Renderings am schnellsten auffliegen. Glas, Flüssigkeit und lackierte Verschlüsse verzeihen keine Näherung. Genau deshalb entscheidet hier die Materialarbeit, nicht die Rechenleistung.

Warum Kosmetik der schwierigste Fall ist

Bei einem matten Karton verzeiht das Auge viel. Bei einem Serum in braunem Glas mit goldenem Pumpspender verzeiht es nichts. Das Produkt besteht fast vollständig aus Materialien, die nur über das funktionieren, was um sie herum passiert: Brechung, Spiegelung, Durchsicht.

Deshalb ist ein Beauty-Rendering weniger eine Frage der Geometrie als eine Frage der Szene. Was sich im Glas spiegelt, entscheidet darüber, ob das Produkt wertig aussieht oder nach Plastik.

Parfumflakon aus Glas mit blauer Kappe im Tageslicht, CGI
Parfumflakon im Tageslicht: Spiegelungen, Durchsicht und die blaue Kappe entscheiden über die Wertigkeit. Freie Studie zu Giorgio Armani My Way, kein Auftrag der Marke.

Die Materialien, an denen es hängt

  • Glas. Wandstärke, Brechungsindex und die Kante am Boden. Zu dünn wirkt billig, zu dick wirkt wie Kunststoff.
  • Flüssigkeit im Glas. Der Füllstand, die Meniskuskante und die Farbe im Durchlicht. Das ist der Punkt, an dem die meisten Renderings kippen.
  • Metallische Verschlüsse. Gebürstetes Aluminium, galvanisiertes Gold, mattierte Kappen. Zu viel Glanz kippt sofort ins Billige.
  • Softtouch und mattierte Lacke. Sie streuen Licht auf eine Art, die man nur mit einem physischen Muster in der Hand richtig trifft.
  • Etiketten. Transparente Trägerfolie, Prägung, Heißfolie, und die feine Kante, an der das Etikett auf dem Glas aufliegt.
Nagellack mit Glas, Lack und gebürstetem Metall als Animation. Freie Studie zu Hermès, kein Auftrag der Marke.
Duftprodukt in CGI mit Glas, Messing und Tageslicht
Glas und Messing in einer Umgebung mit Tageslicht. Zu NOCTRA.

Was sich in Beauty besonders lohnt

  • Sortimente mit vielen Sorten. Serien mit sechs oder zehn Varianten entstehen aus einer Szene, bei identischem Licht über die ganze Reihe.
  • Launches vor der Abfüllung. Handel und Presse brauchen Bilder, bevor das Produkt physisch existiert.
  • Nachträgliche Rezeptur- oder Etikettwechsel. Ein neues Etikett bedeutet ein neues Rendering, kein neues Shooting.
  • Close-ups auf die Textur. Cremes, Öle und Seren lassen sich in einer gebauten Szene kontrollierter zeigen als auf einem Set.

Wo Fotografie weiterhin gewinnt

Sobald Haut ins Spiel kommt, also Hände, Auftragen, Anwendung, ist Fotografie in aller Regel der bessere Weg. Dasselbe gilt für Modell- und Lifestyle-Strecken. Die sinnvolle Aufteilung ist meistens: Produkt und Packaging aus CGI, Anwendung und Menschen aus dem Shooting.

Ausführlich dazu: CGI statt Produktfotografie, wann sich der Wechsel lohnt.

Häufige Fragen

Bei Glas, Flüssigkeit, Metall und lackierten Oberflächen ja, sofern die Materialarbeit stimmt. Schwierig bleiben Haut und Haare, weshalb Anwendungsbilder mit Menschen weiterhin fotografiert werden.

Maße oder CAD des Flakons, das Etikett als Vektordatei, Angaben zu Glasfarbe und Füllstand sowie zu Verschluss und Veredelung. Ein physisches Muster hilft bei schwierigen Oberflächen erheblich.

Ja. Steht die Szene, ist eine weitere Sorte im Wesentlichen ein Wechsel von Etikett und Flüssigkeitsfarbe, bei identischem Licht und identischer Kamera.

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