Wer Produktrenderings braucht, sucht meistens zuerst nach einer Agentur. Das ist oft richtig, aber nicht immer. Diese Seite geht durch, was beide Wege leisten, wo die Kosten entstehen und woran du erkennst, welcher zu deinem Projekt passt.
Eine Agentur verkauft dir nicht in erster Linie Renderings, sondern Organisation. Sie übernimmt Beratung, Konzept, Projektsteuerung, Qualitätssicherung und die Koordination mehrerer Gewerke. Wenn dein Launch neben CGI auch Text, Media-Planung, Fotografie und Handelsmaterialien braucht, ist genau das der Wert, für den du zahlst.
Sie bietet außerdem Kapazität und Ausfallsicherheit. Fällt jemand aus, übernimmt jemand anderes. Bei einem Sortiment mit sechzig Artikeln und einem festen Handelstermin ist das kein Nebenaspekt, sondern der eigentliche Grund für die Beauftragung.
Der Preis dafür ist Struktur: Angebotsphase, Briefingtermine, Abstimmungsschleifen über Projektleitung, und ein Aufschlag, der die Organisation trägt.
Bei einem Freelancer sprichst du mit der Person, die auch rendert. Es gibt keine Ebene dazwischen, die dein Feedback übersetzt, und keine Weitergabe an jemanden, den du nie zu Gesicht bekommst. Rückfragen zu Material, Licht oder Kameraführung werden direkt beantwortet, meist am selben Tag.
Das ist schneller und in der Regel günstiger, weil der Organisationsaufschlag entfällt. Es hat aber klare Grenzen: eine Person hat eine Kapazität und kann krank werden. Für ein Sortiment mit sechzig Artikeln in vier Wochen ist das der falsche Weg.
| 3D-Agentur | Spezialisierter Freelancer | |
|---|---|---|
| Ansprechpartner | Projektleitung, die intern weitergibt | Die Person, die auch produziert |
| Reaktionszeit auf Rückfragen | über die Projektleitung, meist Tage | direkt, meist Stunden |
| Kostenstruktur | Produktion plus Organisationsaufschlag | Produktion |
| Kapazität bei großen Sortimenten | hoch, mehrere Personen parallel | begrenzt |
| Ausfallsicherheit | Vertretung vorhanden | keine, das ist das Risiko |
| Strategie, Text, Media | aus einer Hand | nicht enthalten |
| Konsistenz über viele Artikel | über Prozesse gesichert | über eine Hand gesichert |
| Eignung für Nachträge und Updates | neuer Vorgang | oft kurzfristig möglich |
Ein erheblicher Teil der CGI-Produktion in Agenturen wird gar nicht intern gemacht, sondern an spezialisierte Freelancer vergeben. Das ist völlig normal und kein Makel: Agenturen halten selten dauerhaft CGI-Kapazität vor, weil die Auslastung schwankt.
Für dich heißt das zweierlei. Wenn du ohnehin eine Agentur hast, ist die Frage nicht Agentur oder Freelancer, sondern ob die Agentur die passende Produktionskapazität einkauft. Und wenn du direkt beauftragst, arbeitest du mit derselben Art von Person, nur ohne den Aufschlag dazwischen.
Ich arbeite in beiden Richtungen: direkt für Marken und als externe CGI-Kapazität für Brand-, Packaging- und Creative-Agenturen.
Bei gleichem Umfang liegt eine Agentur in der Regel höher, weil Projektsteuerung, Qualitätssicherung und Ausfallsicherheit eingepreist sind. Ob dieser Aufschlag sinnvoll ist, hängt davon ab, wie viel Koordination dein Projekt tatsächlich braucht.
Bis zu einer gewissen Größe ja, danach wird die Kapazität zum Engpass. Als Faustregel: Einzelprodukte, Produktfamilien und Kampagnen funktionieren gut, Sortimente mit vielen Dutzend Artikeln unter Termindruck gehören in eine Struktur mit mehreren Personen.
Häufig ja, als zusätzliche Produktionskapazität. Viele Agenturen kaufen CGI ohnehin extern ein. Der direkte Weg spart eine Ebene und ist besonders dann sinnvoll, wenn die Agentur Konzept und Media übernimmt und nur die Bildproduktion fehlt.
Das wird in beiden Fällen vertraglich geregelt. Wichtig ist, dass Nutzungsumfang, Dauer und Gebiet vor Produktionsbeginn feststehen, unabhängig davon, ob eine Agentur oder eine einzelne Person produziert.
Beschreib mir kurz Produkt, Umfang und Termin. Wenn eine Agentur der bessere Weg ist, sage ich das. Für die reine CGI-Produktion bin ich der kürzere.
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